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Herausforderungen in Spanien

 

Zwei schöne Tage habe ich am See verbracht, dann kam leider ein Regentag, der sich am Abend schon mit Kälte ankündigte. Also bin ich weiter gezogen, in der Hoffnung dem Regen zu entkommen. Doch ich habe das Rennen verloren und saß den ganzen Tag in meinem Auto fest. Draußen kalt und nass und kein Ende in Sicht. Meine Füße waren so Monster kalt aber ich habe mich geweigert Socken anzuziehen, den schließlich befinde ich mich in Spanien und es ist Sommer.

 

 

 

Am nächsten Morgen schien wieder die Sonne und der Regen war vergessen. Dann habe ich mich aufgemacht, das Meer zu besuchen und habe dort auch einen Stellplatz unter einem kleinen Baum gefunden. Der Strand war herrlich, auch wenn der Wind sehr frisch war, und fast Menschenleer.

 

 

 

Am nächsten Morgen hat mich dann fast der Schlag getroffen als ich aus dem Auto stieg. Ein Ameisenvolk hat sich wohl mein Auto als neues Hauptquartier auserkoren. In schöner Ameisenmanier liefen sie über mein komplettes Auto. In meinem Kopf ist sofort sie Panik ausgebrochen, weil er sich vorgestellt hat wie all die kleinen Monster in mein Zuhause krabbeln und ich sie nie wieder raus bekomme. Dann hab ich mir erst mal ein Tuch geschnappt, alles zu gemacht und die Ameisen damit von meinem Auto gefegt. Die Armen wussten wahrscheinlich gar nicht wie ihnen geschieht aber ich hatte keine andere Wahl. Irgendwie habe ich es geschafft das Volk wieder los zu werden ohne dass sich eine Ameise in mein Auto verirrt hat. Ihr könnt euch denken wie dankbar ich da war.

 

 

 

Dann fuhr ich weiter zu einem neuen ausgesuchten Stellplatz und als ich da ankam war dieser jetzt mit einer Schranke versehen. Hab dann aber doch noch einen gefunden, der schön schattig unter Pinienbäumen lag. Das ist mir dann am nächsten Tag leider noch drei Mal so gegangen, dass meine ausgesuchten Stellplätze ein Reinfall waren. Da Wäsche waschen angesagt war, habe ich mir einen Platz auf einem Bauernhof ausgesucht, der alles bietet wie ein Campingplatz aber viel günstiger ist, denn die Campingplätze direkt an der Costa Brava kosten teilweise mehr als 30 € die Nacht und wollen für WLAN noch zusätzlich 5 € am Tag.

 

Dort stand ich dann am Tor und das ganze Gehöft sah sehr verweist aus. Also neuen Platz auf meiner App suchen und das Navi hat mich brav und zuverlässig wie es ist, zu den angegebenen Koordinaten geschickt aber da war kein Stellplatz sondern ein privater Hof mit einem böse bellenden Hund an der Leine, der mich erfolgreich vertrieben hat. Also wieder nix. Neuen Campingplatz ausgesucht, hingefahren und wieder stehe ich vor einem geschlossenen Tor. Da stand, dass Ankunftszeiten nur von 16 – 20 Uhr möglich sind. Habe mich dann entschlossen die 5 Stunden an einem schattigen Platz unter einem Baum zu warten. Doch um 16 Uhr kam niemand, auch nicht um 16.30 Uhr. Ein Anruf hat leider auch nichts gebracht, denn es ging nur die Mobilbox dran. Zum Schluss habe ich dann doch noch einen Schlafplatz für die Nacht gefunden, auf einem Parkplatz eines kleinen Dorfes.

 

 

 

Jetzt kommt noch ein wichtiger Tipp für alle. Wenn ihr eine Wassermelone kauft, lasst sie niemals mehrere heiße Tage lang in eurem Auto liegen, denn dann passiert folgendes:

 

Die Melone fängt innerlich an zu gammeln und zu gären und irgendwann platzt die Schale auf und der ganze ziemlich ekelig stinkende Inhalt ergibt sich in euer Auto. In meinem Fall lief die Brühe unter meine heiß und innig geliebte Kapok Matratze. Das ganze Ausmaß entdeckte ich als ich diese morgens zusammengeklappt habe. Kein wirklich schöner Moment. Also Matratze raus, halbe Bettkonstruktion auseinanderbauen, alles reinigen und in der Sonne trocknen. Leider habe ich diesen gammligen Geruch noch nicht ganz aus meiner Matratze heraus bekommen. Da muss ich wohl nochmal dran. Es gibt schönere Sachen, die ich mir vorstellen kann. Nun ja, es muss gemacht werden aber dazu brauch ich erst mal einen vernünftigen Platz wo ich das machen kann.

 

 

 

Trotz den Herausforderungen bin ich immer wieder sehr tief berührt. Immer wieder komme ich ganz bei mir SELBT an und falle in einen Zustand, den man vielleicht mit Meditation am besten beschreiben könnte. In diesen Momenten weiß ich, dass alles Richtig ist.

 

 

 

Tief in dir kannst du erkennen, dass alles Richtig ist.

 

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