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Auszeit vom Vanlife

 

 

3 Wochen habe ich auf einem schattigen Parkplatz direkt am Meer gelebt. Hier hatte ich den Strand, eine Stranddusche, einen Pinienwald in dem ich meine Hängematte aufhängen konnte und in einem Kilometer Entfernung einen Biomarkt in dem ich immer mein frisches Obst kaufen konnte. Das war sehr paradiesisch und ich habe diese kleine Bucht sehr geliebt.

 

 

 

Hier habe ich mich mit Eduardo angefreundet. Ein Brasilianer, der seit 12 Jahren in Spanien lebt und auch auf dem Parklatz in seinem Van wohnt, weil er in der Nachbarbucht arbeitet. Er hatte so eine feine und liebevolle Energie, die mir gleich aufgefallen ist und trotzdem sind wir erst mal eine Woche um uns herum geschlichen, bevor wir ins Gespräch gekommen sind. Das dann alles auf englisch. Da mein englisch mehr schlecht als recht ist war ich sehr erstaunt, dass ich doch tatsächlich ein Gespräch von 1,5 Stunden zu Stande gebracht habe und Edu mich auch noch verstanden hat :-).

 

 

 

Dann war es Zeit diesen schönen Platz zu verlassen und mich auf zu machen, nach Barcelona. Denn am 18.07. startete mein Flieger nach Italien.

 

Als ich in Barcelona ankam war das wie ein Kulturschock für mich. Diese Stadt ist sicherlich sehr schön und sehenswert aber nach 3 Wochen Strandleben mit sehr viel Ruhe und frischer Luft, habe ich die Stadt nur als laut, heiß und furchtbar stickig empfunden.

 

Gott sei Dank habe ich mich etwas westlich von Barcelona mit Syl Vie getroffen. Auch ein Vanlife Girl, dass mit mir in der gleichnamigen FB Gruppe ist. Wir haben in der Gruppe voneinander gelesen, dass wir beide gerade um Barcelona herum stehen und so haben wir beschlossen uns im wahren Leben zu treffen. Das war ein sehr schöner Tag, den wir am Strand genossen haben. Es hat Spaß gemacht sich so persönlich auszutauschen. Syl Vie will auch nach Portugal. Wer weiß vielleicht sehen wir uns dort wieder.

 

Was mir bei unserem Gespräch auch aufgefallen ist, dass ich von außen betrachtet ein ziemlich langweiliges Leben zu führen scheine. Ich rauche nicht, trinke keinen Alkohol, meine Ernährung ist momentan sehr speziell, ausgehen tu ich auch nicht, weil ich die Stille so liebe, ich habe keinen Glücksbringer dabei oder muss mich an irgendwelche auferlegten Rituale halten, ich vermisse niemanden, denn ich bin mir selber genug, ich mache keinen Sport und ich muss mich auch nicht ständig mit irgendwelchen Sachen ablenken. Aber ich liebe mein Leben genau so wie es ist!

 

 

 

An diesem Abend fand die Mondfinsternis statt und da habe ich beschlossen die Nacht dort an der Promenade zu übernachten, denn es hat mich nicht wirklich wieder in die Stadt gezogen. Von da aus hatte ich einen super Blick auf das geschehen. Ich liebe ja solche Naturereignisse.

 

 

 

Dann musste ich doch wieder zurück nach Barcelona, da mein Flug näher rückte und ich habe noch einmal eine halbe Nacht in der Stadt verbracht. Um 2:00 Uhr war diese dann vorbei und ich habe meinen Minicamper auf einem bewachten Parkplatz abgestellt und zurück gelassen. Dann hieß es für 4 Tage Abschied nehmen von meinem, so lieb gewonnen, Vanlife Leben.

 

Es geht nach Italien zurück, an den Gardasee. Das letztes Modul meiner Entbindung bei Stefan Hiene steht an. Ich freue mich mega darauf alle Entbildies wieder zu sehen und dieses Mal werde ich mit in der „Hiene WG“ wohnen. Bin gespannt ob ich es noch in geschlossenen Räumen aushalte :-))

 

 

 

Lebe dein Leben wie es dir gefällt.

 

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