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Abenteuer Auto-Werkstatt

 

Nach all den Abenteuern mit Aidi und Anja, stand für mich und meinen tapferen Minicamper ein weiteres Abenteuer an, denn ich musste dringend eine Auto-Werkstatt aufsuchen.

 

Beim Fahren hat sich schon länger hin und wieder ein Pfeifen gemeldet, das mit der Zeit immer häufiger und zum Schluss auch ziemlich unangenehm laut wurde. So konnte ich nicht weiter fahren. Zudem brannte schon seit einiger Zeit meine Servicelampe.

 

Also habe ich auf Google Maps nach einer Werkstatt in der Nähe gesucht und gefunden. Dort angekommen traf ich Nelson, ein Schrotthändler der in der Werkstatt Schrott abholte, was da aber noch nicht wusste. Aber es war mein Glück, dass er da war, denn er konnte englisch und hat mich übersetzt, denn die Menschen in der Werkstatt sprachen nur portugiesisch. Bei einer Probefahrt hat sich das Pfeifen natürlich nicht gezeigt und so habe ich gesagt, dass sie die vorderen Bremsen wechseln sollen, da diese eh zu machen waren. Die Teile wurden bestellt und ich sollte am Nachmittag wieder kommen.

 

Als ich wieder kam stellte man fest, dass die falschen Bremsbelege geliefert wurden. Also wurde der Termin auf den nächsten Tag verlegt. Nachdem die Bremsbelege gewechselt waren, kam auch die Servicelampe zur Sprache. Bei dem Versuch dem Werkstatt-Inhaber zu erklären, dass das kein Motorproblem ist, sondern den Serviceintervall anzeigt und dass er dies bitte auch durchführen soll, bin ich kläglich gescheitert. Da hat mir das Leben ein weiteres Mal geholfen und „zufällig“ war eine Portugiesin in der Werkstatt, die 16 Jahre in der Schweiz gelebt hatte und somit gut deutsch sprach. Sie hat dann alles übersetzt. Also bekam ich einen neuen Termin für den Service. Als ich zu meinem Stellplatz am See fuhr, musste ich leider feststellen, dass es nichts gebracht hatte die Bremsbelege zu wechseln, den das Pfeifen war immer noch da.

 

 

 

Als ich nach dem Wochenende wieder zur Werkstatt kam habe ich versucht das Problem zu schildern und tatsächlich hat der Mechaniker eine Probefahrt gemacht. Wie sollte es anders sein, dabei war das Pfeifen wieder weg, obwohl es sich bei der Hinfahrt mir deutlich gezeigt hatte. Wieder hat mir das Leben zwei Engel geschickt, in Form von einem Deutschen Vater mit seiner Tochter, die ein bisschen portugiesisch sprachen, weil die Ehefrau und Mutter Portugiesin ist und sie hier immer Urlaub machen. Zuerst war der Mechaniker ratlos und dann meinte er es würde wohl auch an den Bremsscheiben liegen, diese sind schon sehr abgenutzt und vom Salzwasser angegriffen und hinten rechts schleifte auch etwas wenn man das Rad drehte. Also habe ich mein OK gegeben, dass sie alle Bremsscheiben und Bremsbelege erneuern und den Service machen. Wieder gab es einen neuen Termin und wieder waren die falschen Teile geliefert worden. Also kam ich am Nachmittag wieder und endlich hat alles funktioniert. Jetzt hat mein Minicamper neue Bremsen und einen Service bekommen und ich kann einen Monat weniger reisen. Aber trotz allem habe ich mindestens 400,- € gegenüber Deutschland gespart. Und sie haben mir sogar meinen Seitenspoiler wieder festgemacht, einfach so, ohne dass ich was gesagt hatte.

 

 

 

Natürlich war das Ganze ein ziemliches Durcheinander und ein hin und her aber ich hatte eh nichts anderes zu tun und so war es egal. Für mich war es eher sehr bereichernd, weil ich mal wieder erlebt habe wie das Leben für einen sorgt. In dieser Situation wurden mir 4 Engel geschickt die mich bei der Sprachenhürde so toll unterstützt haben und die Leute in der Werkstatt waren einfach wunderbar.

 

 

 

An dieser Stelle möchte ich noch ein Zitat von meinem Lehrer Stefan Hiene mit euch teilen, weil es genau zu dieser Situation passt:

 

 

 

Vertrauen bedeutet nicht, dass ich vertraue, dass das Richtige passiert. Vertrauen bedeutet, dass ich weiß, dass alles gut ist – ganz egal, was passiert.

 

- Stefan Hiene -

 

 

 

 

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